Hallo, ich bin Atze und wieder gut drauf. Am 8.01. war ich voll geschockt.    Was da vor meinen Augen abbrannte war mein bisheriges Leben. Wie viele schöne Partys, wie viel Lachen, Musik und gute Laune habe ich in den letzten 33 Jahren in unseren Häusern am Sandberg erlebt. Das schöne "CHALET" !  Whirlpools,  Lotterbetten  und  schönste  erotische Erlebnisse - weg. Aber lächelnde Erinnerung bleibt. Das  Leben geht weiter. Es gibt immer wieder neue Chancen und Möglichkeiten, da bin ich mir sicher. 

Eins ist sicher: Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und eröffneten am Sa. den 24.01.09  unser neues "CHALET".  Geht einfach ca.hundertfünfzig Meter den Berg rauf , St. Jürgenstr.9 - da geht die Mucke weiter.

Und bald versuchen wir dir "PIANO-BAR" am Sandberg in neuer Form wieder aufzubauen, noch schöner wie sie war. Zwar sind beide Obergeschoße nur noch ein Haufen Trümmer. Aber die Bar steht noch. Ob man sie erhalten kann ist noch nicht klar, aber was wir irgendwie retten können das retten wir.

                                



Wer die Piano-Bar nicht kannte, dem sei auf dieser dieser Seite  ein kurzen Überblick gegeben, was sich hinter unserer Tür verbarg. Die Piano-Bar  war ein Nachtclub, der ab 21 Uhr bis mindestens  05.00 Uhr morgens geöffnet hatte. und stand  im Zusammenhang mit dem  Nachtrestaurant "Atzehoe", sowie dem Club "Chalet" eine Etage höher! Viele engagierte Künstler und ich selbst, spielten fast täglich Live-Musik, die oft auch Wunsch von Gästen spontan für sie  getextet  und musikalisch umgesetzt wurde. Richtig gut rüber kam das natürlich bei Mottofeten und Geburtstagspartys.

Mein Leben ist "Wein, Weib und Gesang" und ich lasse gerne alle an meinem Lebensglück teilhaben. Stress gibt´s genug in der Welt! Bei uns war die Zeit bisher einfach stehen geblieben, denn seit 33 Jahren hatte sich bei uns nichts  Wesentliches verändert. Nun leider doch, aber diesen Schicksalsschlag werden wir so nicht hinnehmen.

Die Äußerungen unseres Bürgermeisters  haben uns sehr verletzt . Gegenüber einem Reporter von "Brisant",  meinte er, dass  Itzehoe so etwas wie unseren Laden nicht  benötige. Immerhin sind wir im 34 Jahr ( da war er wohl noch in der Grundschule ) haben immer unsere Steuern und damit auch seine Brötchen mitbezahlt  und gelten in der Musikszene als Kultladen. (Lou Reed bezeichnete uns als seinen einzigen Lichtblick im Norden ) Als Herr Blaschke noch Bürgermeister in Hohenlockstedt war, hat er uns mit  örtlichen Geschäftsleuten auch mal besucht, wohl nur um sich bei den Firmenbossen anzubiedern.  Da er selbst Gitarre  spielen kann und Musiker im Allgemeinen das Leben locker sehen, habe ich gehofft, er würde sich nun als Itzehoes Bürgermeister vielleicht auch mal bei uns sehen lassen und einen zum Besten geben.  Weit gefehlt -  Er wird  inzwischen offensichtlich nicht nur von Musikern und Itzehoern als ignorant und gefühllos  beurteilt.    Um mich zu trösten leitete eine liebe, musikbegeisterte Freundin diese Mail an mich weiter:                                              

Trotz solcher Gehässigkeit werden wir bald wieder am Ball sein und auf einen Herrn Blaschke als Gast können wir locker verzichten.

Und das uns und unsere Musik viele Leute mögen zeigt die Bereitschaft der Wirte und Musiker alle mit ins Risiko zu

steigen, was  zur Idee führte  am 4.April.09 die Erste  Itzehoer Musiknacht zu inszenieren. Ich könnte mir vorstellen, dass bald auch eine zweite möglich sein wird und solche Musiknächte  später regelmäßig stattfinden werden. Solltet Ihr dazwischen Bock auf Livemucke haben, kommt ins CHALET. Irgendwer klimmpert immer und gute Musiker kommen regelmäßig vorbei - weil sie alle Atzehoe und die PIANO-BAR vermissen - aber wartet mal ab...... kommt Zeit - kommt Rat - kommt Zukunft

 

Klick einfach mal auf den LINK  News  und schau Dich ein wenig um, was so in nächster Zeit bei uns abgeht!

Würde mich freuen Dich oder Euch  mal im neuen "CHALET" begrüßen zu können,

bis wir wieder so gut wie möglich aufgebaut haben.

 Gruß   Euer Atze ,    sowie  das Chalet -Piano-Bar und Atzehoe - Team 

Nicht nur das Chalet - auch die Piano-Bar war nicht zu retten. Alles wird dem Erdboden gleich gemacht. Atzehoe steht noch und eine Menge Ideen haben wir inzwischen auch entwickelt. Bald bauen wir wieder auf - wie wissen wir selbst noch nicht ganz genau, aber Ihr werdet es bald erfahren. Jedenfalls wird´s  bald wieder aufwärts gehen,denn

WIR LASSEN UNS DIE GUTE LAUNE VON NICHTS VERSAUEN

UND WOLLEN IMMER FRÖHLICH NACH MORGEN SCHAUEN.

Ja und eine richtig tolle Fete ist es geworden. Und Vorschläge die 2.Musiknacht im Oktober zu veranstalten sind auch schon da.

Noch mehr Lokale wollen mit machen, noch mehr Bands und und und - Itzehoe würde ein Ruf als Musikcity nicht schaden.

Frohe Ostern wünscht Euch Atze

                                           Erinnerungen

 

                                                                                

 

                   Holly                    -                             Silke                       -      Atze

meine Ehefrau Ines

unsere Hochzeit  im sexy Jahr 2.sept.2006

Spaß - wie immer in der Piano-Bar!

Hier eines der letzten Bilder mit meinem lieben, am 22.12.07 verstorbenen Freund Egon,(2.von rechts)

seiner Freundin Steffi,

meinem Sohn Bastian und dessen  Mutter- meine frühere Frau Christiane (Chefin)

außerdem der ehemalige Itzehoer Gastwirt: Pietsch und vorn links bin ich. 

 

Marius, Holly und mich könnt Ihr oft  hören und sehen. Wir sind so das feste Piano-Bar-Team.

Unsere Musik zeichnen wir auf und Ihr könnt sie ein paar Tage später bei uns auf CD erhalten.

Noch ein paar Bilder, die unsere Atmosphäre näher bringen:

                                                                                           Dave Harley                      Fast Tired

Gypsy Chicks                                                                                                                Love-Support

Sängerin Jasmin

                     Heidi vom Panoptikum                                                       Hansen

             Jenny                                                                  Olaf und Janina                                       Marius und ich

                                                                                                    Monaco-Kläuschen und Fritz

Mein 60ter Geburtstag

mit Christiane - Jörn - meine Töchter Beate und Ulrike

 

 

14.04.2007 - Der hansen Kommentar : Piano-Bar Itzehoe
"Ohhhleeee, wir fahr'n in Puff nach Itzehoe - ole,ole!"

Es ist kurz nach zwei Uhr Sonntagmorgen und wir sind auf dem Rückweg von Itzehoe nach Hamburg. Die Autobahn ist fast leer, der Bus gleitet gut, wir sind bester Laune und das Bier flutscht nur so. Lassen wir also die vergangenen Stunden einmal Revue passieren.... Nach einer unproblematischen Anfahrt (außer das Willi Ärger mit seinen Verdauungsorganen hatte) kamen wir gegen 18:00 Uhr an der Piano-Bar an. Der erste Eindruck von außen war schon ein wenig befremdlich und sollte sich im Laufe des Abends noch bewahrheiten..... Da noch ein wenig Zeit war bummelten wir durch die fast menschenleeren Strassen von Itzehoe, um unseren Hunger und Durst zu stillen (außer Willi - der blieb im Auto).

Nachdem wir unseren Körpern die erforderliche Menge an Brennstoff zugeführt hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zur PIANO-BAR und wurden dort überaus freundlich von Atze (der Chef vom Club) begrüßt. Nach kurzer Einweisung in die Technik und ein paar Umbauarbeiten an der Deko, konnten wir unsere Instrumente aufbauen und einen ausgiebigen Soundcheck veranstalten. Das merkwürdige war nur, dass die eine Hälfte von uns im unteren, kuscheligen, dunklem Teil - der eigentlichen Bühne - des Clubs spielen durfte, während Schlagzeug und Bass im oberen, hellem, Kneipen ähnlichen Bereich ihr Werk verrichten mussten. Nachdem die technische Seite abgeschmiert war, hatten wir noch ein wenig Zeit bis zum Auftritt und sahen uns den Laden mal genauer an: Vorab sei aber schon gesagt, dass es sich bei der PIANO-BAR nicht um einen Live-Club im eigentlichen Sinne handelt, sondern um einen Nacht-Club der besonderen Art!!! Seit über drei Jahrzehnte gibt es dieses Etablissement schon, dass mit seiner Einrichtung ein wenig an die gute alte Zeit der Reeperbahn erinnert. Abgedunkelte Fenster, rote Beleuchtung und dunkle Nischen laden zu einem nächtlichen Stelldich(hoch) ein mit netten jungen Damen.

Überaus freundlich und zuvorkommend war nicht nur der Chef und der junge Mann hinter dem Tresen, nein auch der Rest der Belegschaft (überwiegend weiblich) und die Club-Chefin hatten immer ein Lächeln für uns. Letztere führte uns dann auch kurz vor unserem Auftritt hinauf ins Separee zum Umziehen. Und hier bewahrheitete sich endlich das, was wir uns schon die ganze Zeit dachten. Niedrige, in Schummerlicht mit viel Plüsch getauchte Zimmer. Dunkle Treppenaufgänge zu den Zimmern in denen sich einladend eine große Spielwiese und Whirlpool befanden. Zewa und Kondome griffbereit auf dem Tisch und muskelbepackte Familienangehörige und Freunde in der Bar - Jungs wir spielen heute tatsächlich im Puff!!!

Hier treffen wirklich Klischee-Welten aufeinander - genau das richtige für uns. Schließlich bedienen wir eine ganze Menge Klischees. Aber hier passten einige Titel wie die Faust aufs Auge: Du, Traum aller Fraun, Sei leise oder In dieser Nacht - Nirgends waren unsere Stücke besser platziert als hier. Und genau das zeigte sich dann auch beim Konzert. So ein Auftritt fehlte noch in unserer Bandgeschichte. Zwar waren nicht allzu viele Gäste anwesend und das Ganze hatte mehr den Charakter einer Privatparty, aber die die da waren sangen und klatschten was das Zeug hielt. Einige kamen sogar in den Genuss von intensiver Künstler- und Fan-Betreuung durch das Clubpersonal (ne, Willi und Steffi) und zogen einige Neider auf sich ;-).

Zum Gig allgemein sei gesagt: gut gespielt, einigermaßen Sound, super Publikum. Selten hatten wir soviel Spaß und soviel Lacher auf unserer Seite wie an diesem Abend. Vielen Dank hier noch mal an die Hansen-Fans und die Delegation Elbrockern und dem GTL-Radio für Eure Unterstützung. Auf der Heimfahrt hatten wir noch sehr viel zu erzählen und kamen aus dem Lachen nicht mehr raus. Auch Willis Magenprobleme schienen wie weggeblasen, ole!

Danke Atze, danke PIANO-BAR
dieser Gig wird noch lange in unseren Köpfen bleiben.....